StrandBlick September 2026
46 StrandBlick September | 2026 Travemünde Tobias Goldschmidt am Dummersdorfer Ufer Hoher Besuch beim Projekt HOTSPOT28: Tobias Goldschmidt, SH-Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, informierte sich gemeinsam mit dem Landschaftspflege-Verein über die aktuellen Maßnahmen zum natürlichen Klimaschutz im Dummersdorfer Ufer. Das erklärte Ziel: die einzigartige Landschaft langfristig zu erhalten. Empfangen wurde der Minister beim Lead- Partner des Projekts, dem Landschaftspfle- geverein Dummersdorfer Ufer e.V. in Lübeck- Kücknitz: „Wir freuen uns, dass der Minister heute zu uns gekommen ist, um sich über das Projekt HOTSPOT28 zu informieren, und dass wir ihm die große biologische Vielfalt am Dummersdorfer Ufer, das wir seit vielen Jahren betreuen, zeigen kön- nen“, sagte Projektleiter und Vorstand Dr. Mat- thias Braun. Gemeinsam mit Vertre- tern der Verbundpartner führte der Rundgang durch ein Naturschutz- gebiet, das einen bedeu- tenden Teil des bundes- weiten Hot- spots der biologischen Vielfalt bildet. Während der Exkur- sion standen umgesetzte und ge- plante Maßnahmen des Projekts HOTSPOT28 imMittelpunkt. Dabei wurde deutlich, wie eng Biodiver- sitäts- und Klimaschutz miteinan- der zusammenhängen. Sei es die Entwicklung wertvoller Lebensräume, die För- derung seltener Tier- und Pflanzenarten oder die enge Zusammenarbeit mit regionalen Ak- teurinnen und Akteuren: das Projekt verfolgt das Ziel, die einzigartige Natur- und Kultur- landschaft langfristig gegen die Folgen des Klimawandels zu stärken. ZumAbschluss wurden am idyllischen Stülper Huk aktuelle Projekt-Themen, zukünftige Maßnahmen und weitere Zusammenarbeit innerhalb des Verbundprojekts disku- tiert. Mit seinem Besuch würdigte Minister Tobias Goldschmidt das Engagement aller Pro- jektpartner. „Die Natur kennt keine Landesgrenzen. Viele Lebensräume verlaufen bundesländer übergreifend und können deshalb auch nur durch enge Zusammen- arbeit gut erhalten werden. Deshalb sind Projekte, wie dieses, so wichtig“. Projektleiter Dr. Matthias Braun konnte die Biodiver- sität während des Spazier- gangs an vielen Beispielen deutlich machen. Natur pur am HOTSPOT28 Dummersdorfer Ufer. Minister Tobias Goldschmidt will den Landschaftspflegeverein bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt unterstützen. Das Tor zur Seebadgeschichte ist geöffnet! In der Torstraße 1 steckt ein gutes Stück Travemünder Geschichte: Das Museum des Heimatvereins lädt ein zum Rückblick auf 233 Jahre im mondänen Ostseebads, jetzt in frisch renovierten und zum Teil neu arrangierten Räumen auf insgesamt 185 Quadratmetern Fläche mit historischem Bildmaterial und interessanten Geschichten. Filme mit historischem Bildmaterial, Hörsta- tionen mit interessanten Geschichten und eine gestaltete Ausstellung hautnah an der eindruckenden Historie: Im Museum Travemünde kann man eintauchen in die Ver- gangenheit des mondänen Seebads, das urspünglich ein Fischerdorf war und lange Zeit nur von Schiffahrt und Fischfang lebte. Schon Ende des 18. Jahr- hunderts fingen die Überlegungen an aus dem Fischerdorf ein See- bad zu machen; zu- nächst auf Betreiben des Lübecker Geldadels, der einen Platz zur Errichtung „standesgemäßer“ Som- merresidenzen suchte. Im Jahre 1802 war es dann soweit: nach Heili- genhafen und Norderney durfte sich Travemünde als der dritte Ort im da- maligen deutschen Reich offiziell „Seebad“ nennen. Eine eindrucksvolle Dar- stellung, wie die „vornehmen Leute“ ihre Som- merfrische in Travemünde verbrachten, findet sich in Thomas Manns weltberühmten Roman „Die Buddenbrooks.“ Die Ausstellung zeigt auf 160 Quadratmetern Filme, Fotos, Hörstationen und Exponate zur atemberaubenden Verwandlung des kleinen Fischerdorfes zum beliebten Ostseebad und macht das Leben zu Beginn der Seebadekul- tur hautnah erlebbar.Beim Rundgang ma- chen wir eine Zeitreise durch eine bewegte Geschichte und finden die Antwort auf viele Fragen: Wie sah Travemünde früher aus? Welche Bademode trug man am Kurstrand? Gab es wirklich Pferderennen für die feine Ge- sellschaft? Was ist aus den Fischern gewor- den? Im Travemünder Seebadmuseum kom- men wir der Geschichte ein Stück näher und betrachten die Gegenwart im Ostseebad mit ganz anderen Augen. Schauen Sie mal rein! Viele Einzelstücke gehören zu einer interessanten Geschichte, die man hier verfolgen kann Das Museum des Heimatvereins Travemünde lädt ein zum Rückblick auf 233 Jahre im Ostseebad © LTM / Olaf Malzahn
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