StrandBlick Februar 2026

14 StrandBlick Februar | 2026 Seenotretter Die Seenotretter sind erfolgreich im Einsatz Mehr als 1.700 Einsätze für Seeleute, Fischer, Passagiere, Wassersport: Die Seenotretter waren wieder sehr aktiv. Dabei haben sie rund 3.400 Menschen geholfen. Und sie haben etliche Fans und Unterstützer. Zum Beispiel die Fernsehmode- ratorin Laura Wontorra, Botschafterin der Seenotretter, deren Arbeit seit 2025 auch in einer TV-Doku-Serie gezeigt wird. Die Arbeit der Seenotretter ist im abgelaufe- nen Jahr einem Millionenpublikum bekannt geworden. Die sehr erfolgreiche ARD-Doku- serie „Die Seenotretter“ zeigt hautnah Einsätze und Bordleben auf verschiedenen Stationen sowie die Arbeit der von der DGzRS betrie- benen deutschen Rettungsleitstelle See in Bremen. Zwei Staffeln mit insgesamt 16 Fol- gen sind aktuell in der ARD-Mediathek zu se- hen. Die jüngsten Folgen wurden zum Jah- reswechsel veröffentlicht: Großartige Unterstützung haben die Seenot- retter im abgelaufenen Jahr von ihrem Bot- schafter Klaus-Peter Wolf erhalten. Der Erfin- der der Ostfriesland-Krimis hat auf Lesungen und Bühnenveranstaltungen für die DGzRS geworben. Mit seinem neuen Roman „Ostfrie- senerbe“, der in diesen Tagen erscheint, setzt er den Seenotrettern ein literarisches Denk- mal. Klaus-Peter Wolf wird auch künftig als Botschafter aktiv bleiben. Neue ehrenamtliche Botschafterin der See- notretter ist Fernsehmoderatorin und Sport- journalistin Laura Wontorra. „Die Seenotretter liegen mir am Herzen. Bei jedem Wetter lei- sten sie unglaublich wichtige Arbeit“, sagt die gebürtige Bremerin. Vor Sylt begleitete sie eine DGzRS-Crew. „Dabei ist mir klar gewor- den, wie groß die Verantwortung ist. Was viele nicht wissen: Die Seenotretter finanzieren sich ausschließlich über Spenden. Das beeindruckt mich besonders. Ich möchte viele Menschen begeistern, die Seenotretter als Förderer zu unterstützen.“ Durchschnittlich 30 Jahre lang sind die Ret- tungseinheiten der DGzRS im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee. Entsprechend müssen die Seenotretter fortlaufend ältere Seenotret- tungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen. „Zweckgebundene Erb- schaften helfen uns dabei ebenso wie die be- ständige Spendenbereitschaft vieler einzelner Menschen im ganzen Land, die zusammen Großes bewirken“, erläutert DGzRS-Geschäfts- führer Nicolaus Stadeler. Im vergangenen Jahr nahmen zwei neue See- notrettungsboote ihren Dienst auf: In Zinno- witz auf Usedom und Zingst sind im März 2025 zwei weitere Einheiten der neuen 8,4- Meter-Klasse auf die Namen KLAUS-GEORG BUTENSCHÖN und E. RUHFUS getauft wor- den. Sie verfügen jeweils über Spezialtrailer und Traktor. Die besondere mobile Technik ist notwendig, weil die Seenotretter dort in je- weils zwei Revieren im Einsatz sind, sowohl auf der Ostsee als auch auf dem Usedomer Achterwasser beziehungsweise den rückwär- tigen Bodden. Das Jahr 2025 stand im Zeichen des 160-jäh- rigen Bestehens und des Jubiläums „150 Jahre Sammelschiffchen“. Heute sind rund 13.000 an vielen öffentlichen Orten im Einsatz. Deutschlands wohl bekannteste Spenden- dose trägt nicht unerheblich zur Finanzierung der DGzRS bei. Sie steht mit großer Symbol- kraft für die freiwillige Bereitschaft der See- notretter zum mutigen Einsatz, ebenso wie für die unabhängige, freiwillige Finanzierung ohne staatlich-öffentliche Mittel. Einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit auf Nord- und Ostsee vermittelt der Tag der Seenotretter. Immer am letzten Sonntag im Juli demonstrieren die Seenotretter auf vielen Stationen ihre Technik, Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft, das nächste Mal am 26. Juli 2026. Ein Aktionstag der DGzRS, an dem Im vergangenen Jahr mehr als 40.000 Men- schen teilgenommen haben.

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