StrandBlick Februar 2026
34 StrandBlick Februar | 2026 rungshilfen nach § 11 des Fi- nanzausgleichsgesetzes (FAG) zwischen dem Land Schles- wig-Holstein und der Hanse- stadt Lübeck sogar Beträge von nur 1 TEUR als „Maß- nahme mit finanzieller Auswir- kung“ einzeln aufgeführt wer- den, ist die durch die Stadt veranlasste Schließung des TRAVEBLICKS mit jährlich wiederkehrenden Steuerein- bußen von rund 200 TEUR als „ negative Maßnahme mit finanzieller Auswirkung “ in keinster Weise nachvollziehbar. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass unser Bürgermeister Jan Lindenau und unsere Bausenatorin Joanna Hagen ver- mutlich nicht über den tatsächlichen Ab- lauf der Verhandlungen informiert wur- den, denn von der Pressestelle der Stadt Lübeck wird der anfragenden Presse un- verändert mitgeteilt, dass Frau Süchting mehrfach auf fehlende Genehmigungen hingewiesen wurde, sie sich jedoch nicht um die fehlenden Genehmigungen ge- kümmert habe.“ Tatsächlich ist jedoch genau das Gegenteil der Fall: Seit über 10 Jahren bemüht sich Ehepaar Süchting um die 2015 von der Stadt geforderte Baugenehmigung nach der Landesbauordnung (LBO, für Immo- bilien), welche nach 16 Jahren Restaurant- betrieb plötzlich angeblich fehlen soll, denn bereits 2004 wurde Süchtings die Es wird viel darüber spekuliert, was letztendlich zur Schließung geführt hat. Die echten Fakten und wie es mit dem TRAVEBLICK weitergeht, erfahren Sie exklusiv im StrandBlick aus erster Hand: Anzeige „Um das Wichtigste vorweg zu nehmen: Der Kampf für den TRAVEBLICK geht wei- ter“, so Mathias Walter, Inhaber des mit dem Verkauf des „TRAVEBLICKS“ beauf- tragten Unternehmens SCHAUMBURG- HOLSTEIN Immobilien | Marketing aus Travemünde . „Eigentlich hatten die Inha- berin des TRAVEBLICKs, Frau Süchting, und ich nicht das Ziel, die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung öffentlich zu ma- chen“, so Mathias Walter weiter. „Aber die Entrüstung und Enttäuschung der Öffent- lichkeit darüber, dass durch die Restau- rant-Schließung nach 25 Jahren Restau- rantbetrieb einer verdienten Travemünder Unternehmerin die Altersversorgung zer- stört wird, ist riesig. Bereits mehrfach ha- ben uns die LN (Lübecker Nachrichten) in den letzten 1,5 Jahren hierzu interviewt, weitere Medien und besonders die Posts in den Social-Media-Kanälen sind voller Unterstützung. Nicht nur für Frau Süchting ist die Schlie- ßung ihres Restaurants ein finanzielles De- saster, da sie nun ihr renommiertes, ganz- jährig stets gut besuchtes Traditions- Restaurant nicht mehr an Gastronomen verkaufen kann. Rund 30 Kauf-Interessen- ten haben sich ernsthaft um diese gastro- nomische Rarität beworben. Auch für das engagierte Mitarbeiter-Team und beson- ders für die Stadt Lübeck selbst ist die Schließung ein herber finanzieller Verlust. Wenn man bedenkt, dass im öffentlich- rechtlichen Vertrag über die Konsolidie- Unglaublich: Schon über 10 Jahre dauert der Kampf mit der Lübecker Stadtverwaltung! Besonders nachdem bekannt wurde, dass die Stadt den Pachtvertrag Travemünde Genehmigung für eine Schank- und Spei- sewirtschaft erteilt. Da in dieser Genehmi- gung von der Stadt Lübeck selbst bestä- tigt wird, dass eine Baugenehmigung vorliegt, baten Süchtings das Bauamt um eine Kopie dieser Baugenehmigung zur Weiterleitung. Das Bauamt fand jedoch die Baugenehmigung nicht in ihren Archi- ven. Auch weitere angefragte Behörden teilten Ehepaar Süchting mit, dass es sich bei den Restaurant-Pontons um eine „ schwimmende Anlage “ handelt und man hierfür nicht zuständig sei. Da auch wei- terhin die Stadt die Baugenehmigung nach der LBO forderte, wurde 2022 extra ein Architekt damit beauftragt, beim Bau- amt einen neuen Bauantrag zu stellen. Auch dem Architekten wurde mitgeteilt, dass man nicht zuständig sei, der Bauan- trag wurde nicht angenommen. Vor über 5 Jahren haben Süchtings dann zusätzlich einen Fachanwalt für Verwal- tungs-, Bau- und Architektenrecht man- datiert, um gemeinsam mit der Stadt zu prüfen, ob überhaupt eine Genehmigung fehlt. „Da sich eine Lösung abzeichnete, wurden wir imMai 2023 von Süchtings beauftragt, das Unternehmen Restaurant TRAVEBLICK an einen neuen engagierten Gastronomen zu vermitteln“, so Mathias Walter. „Allein seit dieser Zeit wurden in unserer digitalen Akte mittlerweile 187 Dokumente archiviert, bei denen es sich ausschließlich um für die Pacht-Verhandlung mit der Stadt relevan- ten Dokumente handelt. Restaurant TRAVEBLICK in Travemünde, Vorderreihe Schwimmendes Traditions-Restaurant TRAVEBLICK Gastraum Deck 1. Toller Blick auf die Passat, den Yachthafen und die Fähren „Rettet das schwimmende Traditions-Restaurant TRAVEBLICK
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