StrandBlick März 2026

58 StrandBlick März | 2026 Immobilien-Blog Anzeige Die Sonne kommt höher. Die Lebensgeister erwachen wieder. Frühlingsblumen machen unsere Welt wieder bunt. Nun beginnt auch wieder die Zeit wo Menschen daran denken sich sprichwörtlich ein neues Nest zu bauen oder zu kaufen und das Bedürfnis verspüren, sich um ein neues frisches Zuhause zu küm- mern und Ausschau nach passenden Ange- boten halten. Wer verkaufen will, muss wissen wie eine Im- mobilie richtig für den Verkauf vorzubereiten ist, welche Grundregeln zu beachten sind und welche Maßnahmen Sie ergreifen sollten, um ein optimales Verkaufsergebnis zu erzielen. Wichtig zu wissen • Für den Verkauf vorbereitete Immobilien veräußern sich schneller und besser als nicht vorbereitete Objekte. • Räumen Sie auf, entsorgen Sie überschüs- sige Gegenstände und schaffen Sie Platz. • Entpersonalisieren Sie Ihre vier Wände, da- mit sich Kaufinteressierte besser vorstellen können, darin zu leben. • Reparieren und bessern Sie Kleinigkeiten aus, damit alles in einem möglichst ein- wandfreien Zustand erscheint. • Streichen Sie stark abgenutzte oder bunte Wände weiß. Putzen und reinigen Sie die Immobilie. • Größere Mängel dürfen nicht „vertuscht“ oder versteckt werden. • Leere Immobilien lassen sich mit Mietmö- beln für den Verkauf einrichten, um die Vor- stellungskraft der Immobiliensuchenden zu wecken oder mit künstlicher Intelligenz (KI) virtuell für das Exposé herrichten. Das Fachwort für die Vorbereitung der Im- mobilie auf den Verkauf lautet “Home Sta- ging”. Dabei sollen die vier Wände in einen präsentablen Verkaufszustand versetzt wer- den. Durch eine gute Inszenierung kann der Vermarktungszeitraum verkürzt und ein hö- herer Verkaufspreis erzielt werden. Home Staging kommt aus den USA, wo Ge- bäude bereits seit den 1970er Jahren gezielt für den Verkauf vorbereitet werden. In Deutschland ist diese Objektinszenierung seit den 2000er Jahren auf dem Vormarsch. Für sehr gut in Szene gesetzte Gebäude ist teil- weise ein Verkaufspreis erzielbar, der bis zu 15 Prozent über deren Marktwert liegt. Vorteile von Home Staging • Höherer Verkaufspreis: Je mehr die Immo- bilie Kund*innen anspricht und ihren Ge- schmack trifft, desto höher ist die Preisbe- reitschaft. • Kürzere Verkaufszeit: Ansprechend vorbe- reitete Immobilien verkaufen sich oft dop- pelt so schnell. • Der erste Eindruck ist der wichtigste: Kun- den entscheiden in den ersten Minuten, ob Ihnen eine Immobilie gefällt oder nicht. Ins- besondere die äußere Erscheinung ist daher wichtig. • Wettbewerbsvorteil: Eine ansprechend vor- bereitete Immobilie hat einen Vorteil gegen- über einer nicht inszenierten Immobilie. • Qualität zählt: Vorbereitete Immobilien si- gnalisieren einen gepflegten Zustand, das gibt Kaufinteressierten Sicherheit. • Interesse wecken: Eine Immobilie interes- sant zu gestalten ist günstiger als den Preis zu reduzieren. Aufräumen, aussortieren und entsorgen Nutzen Sie die Chance des Verkaufs, um an- gesammelte Deko-Gegenstände auszusortie- ren. ImOptimalfall starten Sie das Aufräumen Ihres Hauses vor Vermarktungsstart und ver- schieben dies nicht, wie leider die meisten Ei- gentümer*innen, auf den Zeitpunkt kurz vor der Übergabe, wenn die Immobilie bereits verkauft ist. Dann können Sie den positiven Effekt Ihrer Mühe bereits für die Vermarktung und Prä- sentation Ihrer Immobilie nutzen. Verpackt werden müssen die Sachen sowieso – späte- stens zur Übergabe. Der Schritt des Aussor- tierens ist auch ein wichtiger psychologischer Moment, um von den Räumen, dem Garten etc. Abschied zu nehmen und in einen neuen Lebensabschnitt zu treten. Auch Möbelstücke, die überflüssig sind, sollten Sie, wenn möglich, verkaufen, verschenken oder entsorgen. Je größer und heller Ihre Im- mobilie ist, desto besser. Auch sollten Sie dunkle Teppiche und Läufer für die Zeit der Vermarktung zusammenrollen und verstauen. Entpersonalisierung Verstauen Sie Familienfotos, Urkunden, Sammlerstücke, Kunstwerke, Pokale und alle weiteren persönlichen Gegenstände. Zu viele persönliche Dinge symbolisieren Käufer*innen unterbewusst “Hier ist gar kein Platz für mich.” Immobiliensuchende fragen sich vielmehr: ”Könnte ich mir vorstellen, in dieser Immobilie zu leben?” Diese Entscheidung fällt ihnen deut- lich leichter, wenn sie neutral eingerichtet ist. Reparieren und ausbessern Überprüfen Sie, ob alle Türen, Fenster, Schal- ter, Armaturen, Schubladen, Einbauschränke etc. einwandfrei funktionieren. Wenn Kaufin- teressierte bereits auf den ersten Blick Schä- den erkennen, liegt die Vermutung nahe, dass es weitere gibt. Es ist davon auszugehen, dass Kaufwillige genau das Fenster oder die Schublade öffnen, die seit Jahren klemmen. Streichen Vermeiden Sie dunkle beziehungsweise im- pulsive Farben zugunsten heller, unauffälliger Farbtöne. Weiß ist die Farbe des Verkaufs. Ein neuer Anstrich ist sicherlich die drastischste aber auch einfachste Methode, einen Raum ansprechend zu gestalten. Insbesondere wenn einzelne Wände stark abgenutzt sind, sollten Sie zumindest einen punktuellen neuen Anstrich in Erwägung ziehen. Außenansicht Für den ersten Eindruck bekommt man be- kanntlich keine zweite Chance. Die Außenan- sicht einer Immobilie ist der erste Live-Ein- druck, den Kaufinteressierte erhalten. Reinigen Sie Auffahrt, Gehweg, Fassade und Fenster. Eventuell sollte der Gartenzaun ge- strichen werden. Mähen Sie den Rasen und stutzen Sie Sträucher. Parken Sie Fahrräder und Mülltonnen im Keller oder in der Garage. Frühlingsgefühle Ein gepflegter Garten sorgt für einen guten ersten Eindruck Überflüssige Deko entfernen Die beste Jahreszeit zum Immobilienverkauf beginnt jetzt. Bereiten Sie Ihre Immobilie für den Verkauf vor. TIPP: Einfach anfangen. Besorgen Sie zunächst 10 Umzugskartons und fangen schon mal an, die ersten Gegenstände einzu- packen. Eine Daumenregel besagt, dass jeder Karton Kleinkram, der direkt verstaut wird, den Immobilienpreis um 500 Euro erhöht.

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