Es zwitschert, es klappert, es kräht - und der Pfau schlägt wieder stolz sein „Rad“. Fröhliche Stimmung im Vogelpark. Nach einer etwas längeren Pause und etlichen bürokratischen Problemen ist das beliebte Ausflugsziel in Niendorf nun wieder geöffnet. Und die Besucher strömen begeistert durchs Eingangstor, denn hier ist schon der Eintritt ein echtes Erlebnis.
Hoch oben auf dem Tor sitzt der Pfau, mit bestem Überblick auf all die Menschen, die neugierig hereinkommen. Und sie werden alle freudig empfangen: „Hallo“, tönt es fröhlich aus der Volière. „Haaaallooo!“. „Das ist doch schon wieder der Kakadu“, lacht Massimo Menghini. Und Klaus Langfeldt schmunzelt. Er hat vor rund 40 Jahren dieses Kleinod im Naturschutzgebiet an der Aalbeek ins Leben gerufen, den Vogelbestand nach und nach vermehrt, bis es rund 1000 Vögel und 250 Arten waren, die heute in feinen Volièren, auf dem Teich oder im selbst gebauten Nest wohnen und sich gern bewundern lassen. Für sie wird immer gut gesorgt: Engagierte Mitarbeiter hegen und pflegen den Bestand, auch dann, wenn es mal schwierig wird.
Genau das war im vergangenen Jahr der Fall. Nachdem der Inhaber und Betreiber Klaus Langfeldt beschlossen hatte, sich in den Ruhestand zurückzuziehen und seinen geliebten Vogelbestand zwei Nachfolgern zu übergeben wurde es kompliziert. Ende 2025 wurde der Park geschlossen. Der Kreis Ostholstein hatte die offizielle Zoobetriebs-Genehmigung verweigert, unter anderem, weil die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt waren und einigen Vögeln ein „Herkunfts-Nachweis“ fehlte.
Die Nachfolger waren zweifellos überfordert, der Park musste schließen, und dann wurde sogar ein Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Glück gab es den Förderverein Vogelpark Niendorf e.V.: Der Vorstand hatte schon mehrfach geholfen, nun galt es, den Park mit seinen Vögeln zu retten. Schließlich gelang es, eine vorläufige Genehmigung zur Öffnung zu erringen und den richtigen Mann fürs Management zu finden: Diplom-Biologe und Zoo-Experte Eckhardt Wiesenthal hat die fachliche Leitung übernommen.
Jetzt sieht die Zukunft schon besser aus. Die langjährigen, treuen Mitarbeiter sind zum großen Teil geblieben, und die beiden Gründer Klaus Langfeldt und Massimo Menghini sorgen für eine Wiederkehr der so beliebten, entspannten Atmosphäre eines beeindruckenden Naturparks der nun wieder in sicheren Händen ist.








