Charity-Golf: Sie spielen für die „Sternenkette“

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Sie spielen für die „Sternenkette“: Die Timmendorfer Golferinnen Julia Kast, Birgit Faßbender, Susanne Graap, Susanne Lübeckenhausen, Karen Gaus, Petra Kilian, Christiane Ströh und Marion von der Born

Golf ist im Trend, Golf macht Lau­ne - und Golf kann sogar etwas bewe­gen: Susan­ne Graap hat mit ihrer Frau­en-Gol­fer-Grup­pe auf dem Tim­men­dor­fer See­schlöss­chen-Golf­platz eine Akti­on in die Wege gelei­tet, die Men­schen auf ihrem letz­ten Weg beglei­ten soll. Am 25. Okto­ber fin­det ein gro­ßes Tur­nier für die „Ster­nen­ket­te“ statt.

Der Gedan­ke kam mir, als mei­ne Mut­ter vor zwei Jah­ren in der Pal­lia­tiv­sta­ti­on des Euti­ner Eli­sa­beth-Kran­ken­hau­ses ver­starb“, erzählt Susan­ne Graap. Eine bedrü­cken­de Erfah­rung, die sie bei aller Trau­er wach­ge­rüt­telt hat: „Die Kran­ken­kas­sen zah­len immer nur einen Teil der Behand­lun­gen. Ein Groß­teil der nöti­gen Pal­lia­tiv­ar­beit wird nicht unter­stützt.“ Die Idee, eine „Ster­nen­ket­te“ zu grün­den und mit gesam­mel­ten Spen­den­gel­dern die Pal­lia­tiv-Stif­tung zu unter­stüt­zen, kam ihr in der Frau­en-Golf-Grup­pe, die sich seit zwei Jah­ren jeden Mitt­woch auf dem Tim­men­dor­fer Golf­platz am Oever­dieck trifft. „Wir haten den Wunsch, die Arbeit der Pal­lia­tiv-Sta­tio­nen etwas leich­ter zu machen. Letz­lich geht es um die Betree­ung der Men­schen in ihren letz­ten Lebens­ta­gen. Ein Anlie­gen, das uns alle bewe­gen kann.“ Nach krea­ti­ven Gesprä­chen mit den Mit­spie­le­rin­nen Julia Kast und Bir­git Faß­ben­der reif­te schnell das Kon­zept, nach dem jede Teil­neh­me­rin an jeder zwei­ten der wöchent­li­chen Golfrun­den mit acht Spie­le­rin­nen min­des­tens fünf Euro in ein Spar­schwein gibt, um die gute Sache zu gestal­ten. Im Mai war der Start in Tim­men­dor­fer Strand - und das Ritu­al mach­te schnell die Run­de: „Jetzt haben wir bun­des­weit bereits acht Clubs im Ein­satz, unter ande­rem in Curau, Bro­dau­er Müh­le und Ahrens­burg. Es wird eif­rig in den Spar­schwei­nen gesam­melt, neben den fünf Euro auch Straf­gel­der und alles, was man eben so in ein Spar­schwein steckt.“

Und jetzt nähert sich die „Ster­nen­ket­te“ einem ers­ten Höhe­punkt: am 25. Okto­ber fin­det auf dem Tim­men­dor­fer See­schlöss­chen-Golf­platz ein gro­ßes Tur­nier statt - „ohne Galas, ohne Pro­mis, ohne Poka­le und ohne Cham­pa­gner.“ Das Green­fee für das Bene­fiz­spiel wird von Chris­ti­an von Oven vom See­schlöss­chen-Golf­platz gespon­sert; es gibt kei­ne Start­gel­der, jeder spen­det was er will, und gefei­ert wird mit einem gemein­sa­men Essen, und das zahlt selbst­ver­ständ­lich jeder selbst.“ - Der Erlös, den die Spie­ler der „Ster­nen­ket­te“ ein­brin­gen, wird ohne Abzü­ge an den Vor­stands­vor­sit­zen­den der Pal­lia­tiv­Stif­tung, Tho­mas Sit­te, über­ge­ben, der per­sön­lich anwe­send sein wird. Hier­bei soll dann auch der genaue Ver­wen­dungs­zweck bestimmt wer­den.

Nach dem Cha­ri­ty-Golf­tur­nier wird die Akti­on Ster­nen­ket­te selbst­ver­ständ­lich wei­ter gehen. „Es geht ja nicht um ein ein­zi­ges Evetn. Wir star­ten statt­des­sen eine dau­er­haf­te Akti­on, die kei­nem zu sehr im Porte­mon­naie weh tut, Men­schen zusam­men­bringt und über meh­re­re Jah­re erfolg­reich fort­ge­setzt wer­den kann.“

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