Bürgermeister Volker Popp gestorben - Gemeinde trauert

2
2093
Timmendorfs Bürgermeister Volker Popp starb am 6. Juni im Alter von 61 Jahren.

Die Nach­richt kam über­ra­schend, obwohl alle wuss­ten, dass er schwer erkrankt war: Bür­ger­meis­ter Vol­ker Popp starb am Mitt­woch, den 6. Juni, im Alter von 61 Jah­ren. Noch Ende ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te der gelern­te Indus­trie­kauf­mann gehofft, erneut zur Bür­ger­meis­ter­wahl 2012 antre­ten zu kön­nen; im März die­ses Jah­res traf er dann die Ent­schei­dung, aus gesund­heit­li­chen Grün­den auf­zu­ge­ben. Die tücki­sche Krank­heit ließ ihm nur noch wenig Zeit. Trotz aller ärzt­li­chen Bemü­hun­gen ist Vol­ker Popp von uns gegan­gen.

Kaum ein ande­rer hat Tim­men­dor­fer Strand so sehr geprägt wie der „Mann von der West­küs­te“, der aus­zog, mehr Qua­li­tät, Sports­geist und ein wenig Syl­ter Chic in das Ost­see­bad zu brin­gen. Zunächst als Kur­di­rek­tor, der unter ande­rem das all­jähr­li­che Beach­vol­ley­ball-Event nach Tim­men­dor­fer Strand brach­te und es sich nie­mals neh­men ließ, beim tra­di­tio­nel­len „Anba­den“ dabei zu sein, spä­ter als Bür­ger­meis­ter, der dem „Niz­za des Nor­dens“ die Wei­chen stell­te, mach­te er den bis­lang eher bie­de­ren Urlaubs­ort zum belieb­ten Ziel für „anspruchs­vol­le Genie­ßer“ und somit kon­kur­renz­fä­hig für die Zukunft. Dabei pfleg­te er immer auch die Nähe zu den Bür­gern. Ver­ei­ne und Ver­bän­de lagen ihm am Her­zen; der Sport­ver­ein NTSV Strand 08 hat­te in ihm eben­so einen Anhän­ger und För­de­rer wie der ört­li­che „Shan­ty Chor“ oder die Frei­will­li­ge Feu­er­wehr.

Timmendorfs Bürgermeister Volker Popp starb am 6. Juni im Alter von 61 Jahren.Sport­lich, fair und hei­mat­ver­bun­den: so kann­ten und schätz­ten ihn die Tim­men­dor­fer, die Nien­dor­fer, die Groß Tim­men­dor­fer, die Hem­mels­dor­fer. Sei­ne Jog­ging­tou­ren am Strand sind legen­där wie sei­ne Reden bei den tra­di­tio­nel­len Neu­jahrs­emp­fän­gen. Nie hat er einen Hehl dar­aus gemacht, wie nah er sei­ner Gemein­de steht; dass er ein „ech­ter Tim­men­dor­fer“ gewor­den ist, hat man ihm hoch ange­rech­net. Am Frei­tag, den 29. Juni, hat sei­ne Gemein­de die Gele­gen­heit, bei einem öffent­li­chen Trau­er­got­tes­dienst in der Tim­men­dor­fer Wald­kir­che von Vol­ker Popp Abschied zu neh­men. Wir alle wer­den bei vie­len Anläs­sen an ihn den­ken; er wird in Erin­ne­rung blei­ben als eine prä­gen­de Per­sön­lich­keit für die Gemein­de und den Urlaubs­ort Tim­men­dor­fer Strand.

StrandBlick Januar/Februar 2000Wer noch ein­mal zurück­bli­cken möch­te in das Jahr, als Vol­ker Popp erst­mals als Bür­ger­meis­ter von Tim­men­dor­fer Strand kan­di­dier­te, hat hier die Gele­gen­heit, in einem Arti­kel aus dem Strand­blick vom Januar/Februar 2000 nach­zu­le­sen.

2 KOMMENTARE

  1. Wir sind erschüt­tert und trau­rig. Aggi und Felix wün­schen wir viel Kraft. Wir den­ken an euch und an Vol­ker, einen so außer­ge­wöhn­li­chen, guten Men­schen! Rai­ner und Ute, Barg­te­hei­de bei Ham­burg

  2. Ich über­leg­te gera­de, wie ich nach vie­len Jah­ren den Men­schen dan­ken könn­te, die mir im Leben gut getan haben.
    Dazu gehör­te an 1. Stel­le Vol­ker Popp. Auf der Suche nach einer Tele­fon­num­mer, um ihm dies per­sön­lich mit­zu­tei­len, erfuhr ich heu­te von sei­nem Gang über die Regen­bo­gen­brü­cke. Es traf mich wie ein Schlag.
    Felix, dein Papa war mein bes­ter Vor­ge­setz­ter den ich in mei­ner gesam­ten Berufs­zeit erle­ben durf­te. Er sag­te zu mir:“ Frau Beh­rendt, wenn wir bei­de in Ren­te gehen, dann haben sie den Kin­der­gar­ten und ich die Kur­ver­wal­tung in Wen­ningstedt so auf­ge­baut, dass wir bei­de stolz zurück­bli­cken kön­nen.“
    Lie­ber Felix und lie­be Aggi, es kam lei­der anders. Ich bin erschüt­tert und ich wün­sche euch die Kraft, die man braucht, um einen sol­chen Schmerz aus­zu­hal­ten.
    Von Her­zen Astrid, aus dem ehe­ma­li­gen Kindergarten/Wenningstedt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here