Menschenmassen am Maritim: Udo Lindenberg enthüllt den „Horizont“

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Schampus zur Premiere: Eddy Kante, Inge Lindenberg, Neffe Marvin, Steffi Stephan, Udo Lindenberg, Double Thomas Richter (von links) vor der Portugall-Skulptur "Horizont" (Foto: Susanne Dittmann)

Ich mach’ mein Ding“ schallt es aus DJ René Klein­schmidts Boxen, und eini­ge hun­dert Stim­men sin­gen mit. Gro­ßes Gedrän­ge rund ums Tim­men­dor­fer Hotel Mari­tim: Frau­en, Män­ner, Kin­der - Fans von acht bis acht­zig war­ten auf ihn: Udo Lin­den­berg, Panik-Rocker mit „gei­len“ Songs und coo­len Sprü­chen. Hier, am Tim­men­dor­fer Strand, soll er am Frei­tag, den 13. April, um 15.00 Uhr die Skulp­tur „Hori­zont“ ent­hül­len. Und er taucht auch pünkt­lich auf, wagt sich mit Bril­le, Hut und Zigar­re in die joh­len­de Men­ge. „Udo, Udo“, skan­die­ren sie alle; Tou­ris­mus­di­rek­tor Chris­ti­an Jaletz­ke hat Mühe, den selt­sam zurück­hal­ten­den Star an die ver­hüll­te Skulp­tur zu brin­gen.

Plötz­lich wird’s stil­ler. Ein Rau­nen geht durch die Men­ge. „Wo ist Udo“, gröhlt einer von hin­ten. Ech­te Fans haben erkannt: das ist nicht der ech­te Lin­den­berg! Bevor der Unmut Wel­len schlägt, löst sich das Rät­sel wie von selbst. Plötz­lich teilt sich die Men­ge, und durch eine schma­le Gas­se kommt er höchst­per­sön­lich, gelei­tet von Body­guard Eddy Kan­te, beglei­tet von „Udo, Udo“-Rufen und einem Sound­track aus kli­cken­den Kame­ras. „Hal­lö­chen“, begrüßt er die Fans, und Chris­ti­an Jaletz­ke erklärt den Scherz,Tourismuschef Christian Jaletzke mit dem "falschen" Udo und Slyvia Mennicke von der Ostsee-Galerie in der Menschenmenge vor dem Maritim (Foto: TSNT) den man sich mit Udo-Lin­den­berg-Dou­ble Tho­mas Rich­ter erlaubt hat. Die Ähn­lich­keit ist ver­blüf­fend. Aber die Sprü­che, die sind unver­wech­sel­bar: „Abso­lu­ter Ham­mer“ sei Tim­men­dor­fer Strand, wo er sich immer fit macht für die nächs­te Tour­nee. Und dann gibt es noch eine Über­ra­schung, dies­mal für Udo. Chris­ti­an Jaletz­ke hat Schwes­ter Inge Lin­den­berg, den Nef­fen Mar­vin Lin­den­berg und den Gitar­ris­ten und Panik-Orches­ter-Mit­be­grün­der Stef­fi Ste­phan ein­ge­la­den. Gro­ßes Hal­lo für die Fami­lie. Auch Die­ter Por­tu­gall ist gekom­men, der die noch ver­hüll­te Dop­pel­skulp­tur nach einem Foto von Lin­den­berg-Lebens­ge­fähr­tin Tine Acke ent­wor­fen und gebaut hat. Dann der gro­ße Moment: Mit einem kräf­ti­gem Ruck ent­fernt Udo Lin­den­berg die dunk­le Hül­le, und dar­un­ter steckt sein Kon­ter­fei, geschmie­det aus Edel­rost-Stahl. „Ich tau­fe dich auf den Namen ‘viel Glück für Tim­men­dor­fer Strand und Udo“, nuschelt der Sän­ger und Maler und lässt nach Champagnertaufe für die Skulptur "Horizont" (Foto: TSNT)sechs­fa­chem Anlauf eine dicke Edel-Cham­pa­gner­fla­sche am Stahl-Kor­pus zer­schmet­tern. Udo, der dem Ost­see­bad auch durch die Aus­stel­lung sei­ner außer­ge­wöhn­li­chen Bil­der in der Ost­see-Gale­rie ver­bun­den ist, kommt schon seit der Eröff­nung in den 70er Jah­ren ins Mari­tim See­ho­tel. Seit­dem ist der 66-jäh­ri­ge „Panik-Rocker“, der heu­te in einem Ham­bur­ger Nobel-Hotel sei­nen ers­ten Wohn­sitz hat, immer wie­der Gast an der Ost­see, vor allem dann, wenn er eine schöp­fe­ri­sche Pau­se braucht. So eine Pau­se brauch­te er 1986. Damals war sei­ne Weg­be­glei­te­rin und Pri­vat­se­kre­tä­rin Gabi Blitz plötz­lich gestor­ben. Ihr wid­me­te Udo die Bal­la­de „Hori­zont“ („ein Paar wie Blitz und Don­ner..“), die er kom­po­nier­te und tex­te­te, als er aus sei­nem Tim­men­dor­fer Hotel­fens­ter auf das Meer bis zum Hori­zont blick­te. „Udo hat bei uns sein Lied für die Ewig­keit geschrie­ben“, sagt Tou­ris­mus­chef Chris­ti­an Jaletz­ke. „Er ist einer unse­rer bes­ten Bot­schaf­ter, der über­all und immer wie­der Wer­bung für unse­ren Ort macht.“ - Aus dem Song „Hin­term Hori­zont“, der den Moment der Ent­hül­lung unter­mal­te und kräf­tig mit­ge­sun­gen wur­de, "Danke, Udo" plakatierten die Fans vor dem Maritim (Foto: TSNT)ist mitt­ler­wei­le ein Musi­cal gewor­den, das am 13. Janu­ar 2011 in Ber­lin im Thea­ter am Pots­da­mer Platz Pre­mie­re hat­te. Die Lie­bes­ge­schich­te zwi­schen ihm und dem besun­ge­nen „Mäd­chen aus Ost­ber­lin“ ist auch eine Lie­bes­ge­schich­te zwi­schen ihm und sei­nem Publi­kum. „Dan­ke Udo“, las man auf einem Pla­kat, das wäh­rend der gesam­ten Zere­mo­nie über der Men­schen­men­ge schweb­te. Dan­ke für einen sagen­haf­ten Song und für eine außer­ge­wöhn­li­che Skulp­tur, durch die man den Hori­zont ein­mal anders betrach­ten kann und die künf­tig garan­tiert das belieb­tes­te Foto­mo­tiv wird am Lin­den­berg-treu­en Tim­men­dor­fer Strand.

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