Begehrter Job mit Logenplatz: Timmendorf bekommt neuen Tourismusdirektor

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Die­ser Arbeits­platz hat Qua­li­tät: mit bes­tem Aus­blick auf den Tim­men­dor­fer Platz logiert der Tou­ris­mus­di­rek­tor der Bäder­ge­mein­de in einer stil­vol­len Resi­denz im noblen Look ech­ter Grün­der­zeit-Bäder­ar­chi­tek­tur. Hier, im „Alten Rat­haus“, soll jetzt der „Neue“ ein­zie­hen. Am 30. Novem­ber wur­de ent­schie­den, wer den Tou­ris­mus in Tim­men­dor­fer Strand künf­tig mana­gen wird.

Nach­dem sich die Gemein­de in die­sem Som­mer vom bis­he­ri­gen Geschäfts­füh­rer der TSNT (Tim­men­dor­fer Strand/Niendorf Tou­ris­mus GmbH), Chris­ti­an Jaletz­ke, getrennt hat­te, wur­de die­se Posi­ti­on inte­rims­wei­se von Mar­ke­ting-Lei­te­rin Sil­ke Szy­mo­ni­ak über­nom­men. Grund für die Tren­nung war ein „zer­rüt­te­tes Ver­trau­ens­ver­hält­nis“, das auch die Staats­an­walt­schaft auf den Plan brach­te, die dem schei­den­den Tou­ris­mus-Mana­ger aller­dings die vor­ge­wor­fe­nen „Unre­gel­mä­ßig­kei­ten“ nicht nach­wei­sen konn­te und die Ermitt­lun­gen ein­stell­te.

Nun beginnt also eine neue Ära. Und sie star­tet auch gleich wie­der mit einer bri­san­ten Neu­ig­keit: als aus­sichts­reichs­ter Bewer­ber für den vakan­ten Pos­ten wird schon seit eini­ger Zeit der Tou­ris­mus­di­rek­tor der Nach­bar­ge­mein­de Schar­beutz, Joa­chim Nitz, gehan­delt. Am 30. Novem­ber ent­schied man sich in Tim­men­dor­fer Strand auch offi­zi­ell für den erfah­re­nen Tou­ris­mus-Exper­ten: Er wird am 1. 1.2013 sein neu­es Amt im Tim­men­dor­fer „Alten Rat­haus“ antre­ten.

Tat­säch­lich war­tet Joa­chim NItz mit einer Vita auf, die über­zeugt: Abitur am Euti­ner Voß-Gym­na­si­um, Stu­di­um der Agrar­wis­sen­schaf­ten in Gie­ßen, Stu­di­um der Kul­tur­wis­sen­schaf­ten mit Schwer­punkt Tou­ris­mus­ma­nage­ment in Lüne­burg… ein Mann aus der Regi­on, der sich in der Nach­bar­ge­mein­de in mitt­ler­wei­le 12 krea­ti­ven und akti­ons­rei­chen Jah­ren zahl­rei­che Lor­bee­ren erwor­ben hat und vor genau einem Jahr mit dem erst­mals aus­ge­lob­ten Tou­ris­mus­preis des Lan­des Schles­wig-Hol­stein aus­ge­zeich­net wur­de. Nitz, begeis­ter­ter Gol­fer und ideen­rei­cher Orga­ni­sa­tor, hat nicht zuletzt am noch jun­gen Auf­schwung in Schar­beutz mit­ge­wirkt: die neu gestal­te­te Strand­pro­me­na­de, die schmu­cke Dünen­mei­le und die geplan­te Umge­stal­tung des Kur­parks hat er mit auf den Weg gebracht und das Ost­see­bad somit attrak­ti­ver gemacht. Ende des Jah­res läuft sein Ver­trag in Schar­beutz aus; die schi­cke Nach­bar­ge­mein­de Tim­men­dor­fer Strand, auch „Niz­za des Nor­dens“ genannt, ist für ihn sicher eine attrak­ti­ve Alter­na­ti­ve.

Dank sei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung wird Joa­chim Nitz die Her­aus­for­de­rung meis­tern, mit Gemein­de­ver­tre­tern, Auf­sichts­rats­mit­glie­dern, Geschäfts­leu­ten, Strand­korb­ver­mie­tern und nicht zuletzt Urlaubs­gäs­ten ein kon­struk­ti­ves Mit­ein­an­der zu errei­chen. In der Nach­bar­ge­mein­de bedau­ert man sei­nen Weg­gang und wünscht ihm all­les Gute: „Ich kann Tim­men­dor­fer Strand nur beglück­wün­schen“, sagt der Schar­beut­zer Bür­ger­meis­ter Vol­ker Owe­ri­en. Wer sei­nen Platz als desi­gnier­ter Vor­stand in der neu­en Tou­ris­mus­agen­tur der Lübe­cker Bucht (TALB), in der Schar­beutz, Sierks­dorf und Neu­stadt orga­ni­sa­to­risch ver­eint sind, ein­neh­men wird, ist noch nicht bekannt.

4 KOMMENTARE

  1. Als ich dar­über am Frei­tag in den Lübe­cker Nach­rich­ten gele­sen habe, dach­te ich mir, dass die Ver­öf­fent­li­chung viel­leicht vom ehe­ma­li­gen „Tou­ris­mus­chef“ ange­scho­ben wur­de? Soll tat­säch­lich der ärgs­te Kon­kur­rent aus der Nach­bar­ge­mein­de sein Nach­fol­ger wer­den!? War­um aber auch nicht? Da darf man sich schon jetzt auf wei­te­re Fake-Kom­men­ta­re u.ä. à la Jaletz­ke freu­en!

    Zum The­ma „brach­te die Par­tei­en vor Gericht“: Dass Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft (übri­gens nach einer pri­va­ten Anzei­ge von vier Gemein­de­ver­tre­tern wie man in den Medi­en lesen konn­te) ein­ge­stellt wur­den, hat nichts mit der eigent­li­chen Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses per Auf­he­bungs­ver­trag zu tun! Das steht nir­gend­wo geschrie­ben - auch hier nicht.

    Es muss schon etwas Gra­vie­ren­des vor­ge­le­gen haben, wenn die Gemein­de Tim­men­dor­fer Strand sich vor­zei­tig vom Geschäfts­füh­rer der TSNT GmbH trennt (und das ohne Zah­lung einer Abfin­dung für sein vor­zei­ti­ges Aus­schei­den) und da Herr Jaletz­ke den Auf­he­bungs­ver­trag letzt­end­lich unter­schrie­ben hat, konn­te er wohl auch recht­lich nichts gegen die­se Art der „Kün­di­gung“ unter­neh­men. Ist er so gese­hen nicht sogar mit einem blau­en Auge davon gekom­men?

    Dem­nach kann man über diver­se Ver­brei­tun­gen im Inter­net, Jaletz­ke wur­de „frei­ge­spro­chen“, auch nur schmun­zeln. Hier wer­den näm­lich zwei ver­schie­de­ne Sach­ver­hal­te mit­ein­an­der ver­mischt.

    Und jetzt freue ich mich auf die Kom­men­ta­re, die nun fol­gen …

  2. sehr geehr­te damen und her­ren, spe­zi­ell mei­ne ich hier michael(sein bei­trag ist ja schon fast ein jahr alt). egal, das the­ma jaletzt­ke ist für mich immer noch nicht erle­digt. wir wis­sen immer noch nichts über die hin­ter­grün­de lie­ber micha­el. für mich wird um des lie­ben frie­dens wil­len ein­fach geschwie­gen. und zum schluß: micha­el gehen sie mal auf goog­le und geben sie jaletz­ke ein und sehen das video von boden­mais. viel­leicht fällt ihnen bei jaletz­kes bemer­kun­gen etwas ein. mit freund­li­chen grü­ßen, peter stamm

  3. sehr geehr­te damen und her­ren,
    wie­der mal bin ich zu spät mit mei­nem kom­men­tar. naja, bin ja auch nicht immer da. mei­ne favo­ri­tin frau sil­ke szy­mo­ni­ak ist ja lei­der nicht tourismuschefin(existiert solch aus­druck über­haupt?) gewor­den. ich habe dann herr nitz bei dem golfspek­ta­kel inner­halb von tim­men­dorf per­sön­lich gespro­chen. ich hat­te einen sehr guten ein­druck von ihm! mei­ne fra­ge nach der was­ser­th­em­pa­ra­tur der ost­see, die an der nor­mal­uhr gegen­über vom stör­te­bur­ger ange­zeigt wird muß doch irgend­wo­her kom­men. er wuß­te es nicht, woll­te sich aber drum küm­mern.

  4. also hier wei­ter, bei der kur­ver­wal­tung bin ich seit einem jahr vor­stel­lig gewor­den. immer mit der­sel­ben fra­ge: woher kommt die­se was­ser­th­em­pe­ra­tur? viel­leicht schafft ja die her­aus­ge­be­rin vom strand­blick, hier klar­heit zu schaf­fen. mit freund­li­chen grü­ßen, peter stamm

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