Leere Straßen, geschlossene Läden, keine Besucher in den Ostseebädern

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Ganz still, ganz ruhig: Der sonst so turbulente Timmendorfer Platz wirkt wie ausgestorben. © Susanne Dittmann
Ganz still, ganz ruhig: Der sonst so turbulente Timmendorfer Platz wirkt wie ausgestorben. © Susanne Dittmann

Ver­las­se­ne Wege, lee­re Stra­ßen. Pro­me­na­den sind wie leer gefegt. Cafés und Restau­rants haben geschlos­sen, eben­so die Hotels. Park­plät­ze und See­brü­cken sind mit Flat­ter­band abge­sperrt. Und in der Orts­ein­fahrt kon­trol­liert die Poli­zei, wo die Fahr­zeu­ge her kom­men und schi­cken einen Groß­teil der Aus­wär­ti­gen ganz schnell zurück. Sogar die Zweit­woh­nungs­be­sit­zer, für die man sonst so gern den roten Tep­pich aus­rollt, sind der­zeit nur „gedul­det“; wer schon da ist, der darf blei­ben, alle ande­ren sol­len ihren ers­ten Wohn­sitz mög­lichst nicht ver­las­sen und auf eine Anrei­se ver­zich­ten. Schwe­re Zei­ten an der Küs­te: der Sai­son­be­ginn wird ver­scho­ben; man hofft, dass sich die Situa­ti­on nicht all­zu lan­ge hin­zieht.

Schuld an der Situa­ti­on hat „Coro­na“. Ein Virus, der uns die Gefahr einer Pan­de­mie zum ers­ten Mal deut­lich macht. Im Eil­tem­po rast der Erre­ger um die Welt, legt gan­ze Natio­nen lahm, bedroht die Gesund­heit und auch die Wirt­schaft. Vor allem die klei­nen Unter­neh­men lei­den unter der Kri­se. Denn eigent­lich soll­te jetzt die Sai­son begin­nen; also haben sich alle dar­auf vor­be­rei­tet, mit ent­spre­chen­den Ein­käu­fen, Hoff­nun­gen, viel­leicht auch Kre­di­ten. Was nun an Ver­lus­ten auf sie zukommt ist noch gar nicht abseh­bar. Zwar haben der Bund und auch das Land Schles­wig-Hol­stein groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung zuge­sagt, aber wie man an hel­fen­de Finanz­sprit­zen her­an­kommt und ab wann es sie gibt ist bis­lang noch nicht allen bekannt.

Wich­tig ist, dass alle zu Hau­se blei­ben“, mahnt Schles­wig-Hol­steins Minis­ter­prä­si­dent Dani­el Gün­ther. Nur wenn man die Anste­ckungs­ge­fahr so gering wie mög­lich hält lässt sich die Kri­se bald über­win­den. Dann sind die Bil­der von lee­ren Strän­den, Pro­me­na­den, Stra­ßen und Cafés nur noch Erin­ne­rung an einen Alb­traum, und wir kön­nen uns end­lich wie­der auf son­ni­ge Tage im Strand­korb, auf den Klön­sch­nack im Café, gemüt­li­ches Din­ner im Restau­rant und einen wun­der­schö­nen Urlaub an der Ost­see­küs­te freu­en.

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