Hurra! Timmendorfs Eis- und Tennishalle ist gerettet!

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Riesenjubel nach Auswertung der Stimmen: mehr als 80% entschieden sich für die Halle (Foto: S. Dittmann)
Riesenjubel nach Auswertung der Stimmen: mehr als 80% entschieden sich für die Halle (Foto: S. Dittmann)

Jubel, Freu­de, Erleich­te­rung im ETC: hun­der­te Fans fei­er­ten einen Sieg, auf den vie­le gehofft hat­ten. Beim Bür­ger­ent­scheid über Abriss oder Fort­be­stand der Eis- und Ten­nis­hal­le lagen die Bewah­rer der sport­li­chen Kult­stät­te weit vorn. „Dan­ke, Tim­men­dorf“, skan­dier­ten die 1.074 Besu­cher an die­sem denk­wür­di­gen Tag, der vie­len Ein­woh­nern noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben wird.

Span­nen­des Spiel, ange­spann­te Atmo­sphä­re: der Tim­men­dor­fer EHC jagt den Puck gegen Ros­tocks Piran­has über das Eis. Nach dra­ma­ti­schem Fina­le im Penal­ty-Schie­ßen ver­liert Tim­men­dorf mit 3:4. Den­noch steigt die Stim­mung, als das Ergeb­nis des Bür­ger­ent­scheids durch­ge­ge­ben wird. Gro­ße Erleich­te­rung vor allem bei den klei­nen Nach­wuchs­spie­lern und ihren Eltern. Vie­le ehe­ma­li­ge Spie­ler jubeln mit, zum Bei­spiel Eike Wen­zel, Mar­cus Klupp und die Kog­lin-Brü­der. Wochen der Span­nung lie­gen hin­ter den Freun­den und Akti­ven der Eis­ho­ckey- und Ten­nis­hal­le. Schon lan­ge wur­de dar­über debat­tiert, ob sich die umfang­rei­chen Reno­vie­rungs­ar­bei­ten zur Ret­tung der Hal­le loh­nen oder ob man sie - wie eini­ge, weni­ge Tim­men­dor­fer mein­ten - lie­ber abrei­ßen und even­tu­ell durch ein wei­te­res Hotel erset­zen soll­te. Auf Anre­gung der Tim­men­dor­fer GRÜNEN ent­schied man sich schließ­lich dafür, die Bür­ger dar­über abstim­men zu las­sen. „Sind Sie für den Erhalt der Eis- und Ten­nis­hal­le“ lau­te­te die schlich­te Fra­ge. Jetzt liegt das Ergeb­nis vor: mit 2.726 Ja-Stim­men (82,88 %) und einer Wahl­be­tei­li­gung von 43,27% haben die Befür­wor­ter ihr Ziel locker erreicht.

Das nächs­te Ziel ist die Sanie­rung. Rund 8,3 Mil­lio­nen Euro net­to müs­sen laut Kal­ku­la­ti­on des Archi­tek­tur­bü­ros von Jörg Bever inves­tiert wer­den, um das Hal­len­dach zu restau­rie­ren, die Kühl- und Wär­me­tech­nik zu erneu­ern und den Brand­schutz auf den neu­es­ten Stand zu brin­gen. Ob noch För­der­gel­der bean­tragt wer­den kön­nen, steht in Fra­ge; wich­tig ist, sofort mit der Restau­rie­rung zu begin­nen, damit der wei­te­re Betrieb gesi­chert wer­den kann.

Vom Posi­tiv-Ent­scheid pro­fi­tie­ren vor allem die 258 akti­ven Eis­ho­ckey­spie­ler (von Kleinst- über Klein­schü­ler bis zur 1. Her­ren­mann­schaft) und die 300 Mit­glie­der der Ten­nis­spar­te des NTSV Strand, aber auch die Gemein­de Tim­men­dor­fer Strand: „das ETC“ ist weit­hin bekannt, berühmt sind die sieg­rei­chen Ein­sät­ze des Eis­ho­ckey-Clubs, in dem vie­le Pro­mi­nen­te gespielt haben. Zum Bei­spiel Ker­ry Gou­let, der alle Tim­men­dor­fer gebe­ten hat, „bis zum Ende“ um die Hal­le zu kämp­fen. Sein Tri­kot hängt seit vie­len Jah­ren als Sym­bol unter der Hal­len­de­cke, „und dort wird es auch blei­ben“, freu­en sich die vie­len Tim­men­dor­fer Eis­ho­ckey-Fans. Immer­hin 3.297 von 7.619 Wahl­be­rech­tig­ten haben abge­stimmt - und vie­le davon wer­den das Ergeb­nis kräf­tig fei­ern.

1 KOMMENTAR

  1. Ein­zi­ge Eis­sport­hal­le in Schles­wig Hol­stein.
    Wo sind För­de­rer und Spon­so­ren.
    Ich erwar­te hier mehr Enga­ge­ment auch von Sport­ver­bän­den und Poli­tik.

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