Klönschnack, Snacks und gute Prognosen: Neujahrsempfänge am Strand & auf dem Land

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Bürgermeisterin Hatice Kara (2.v.re) und Bürgervorsteherin Anja Evers (2. v. li.) übergaben die Urkunden an verdiente Bürger/innen der Gemeinde © Susanne Dittmann
Bürgermeisterin Hatice Kara (2.v.re) und Bürgervorsteherin Anja Evers (2. v. li.) übergaben die Urkunden an verdiente Bürger/innen der Gemeinde © Susanne Dittmann

Es ist jedes Jahr ein beson­de­res Ereig­nis, und ent­spre­chend gut ist die Reso­nanz: Der Neu­jahrs­emp­fang in den Ost­see­bä­dern und in der kul­tur­ver­bun­de­nen Ort­schaft Kling­berg ver­zeich­ne­te auch dies­mal wie­der wah­re Besu­cher­re­kor­de. Bis auf den letz­ten Platz gefüllt war die Tim­men­dor­fer Trink­kur­hal­le, und auch im Kur­park­haus in Schar­beutz sowie im Haus des Gas­tes in Kling­berg waren sogar die Steh­plät­ze besetzt. Die Gast­ge­ber hat­ten in ihren Begrü­ßungs­re­den viel Posi­ti­ves zu ver­mel­den, sowohl beim Rück­blick auf ein erfolg­rei­ches Jahr als auch beim Aus­blick auf viel­ver­spre­chen­de neue Pro­jek­te.

Mit Sekt, Snacks, Kla­vier- und Gei­gen­klän­gen star­te­ten die Tim­men­dor­fer in ihrer denk­mal­ge­schütz­ten Trink­kur­hal­le am Strand in das Jahr 2018. Im Mit­tel­punkt stand die mit Span­nung erwar­te­te Rede der amtie­ren­den Bür­ger­meis­te­rin Hati­ce Kara. Der Rück­blick fiel erwar­tungs­ge­mäß posi­tiv aus: ein aus­ge­gli­che­ner Haus­halt und eine Zunah­me der Ein­kom­mens- und Umsatz­steu­er geben Anlass zu opti­mis­ti­schen Pro­gno­sen. Und es steht noch viel auf dem Plan: „Eine gan­ze Rei­he Pro­jek­te und Bau­maß­nah­men wer­den uns in die­sem Jahr beglei­ten“, erklär­te Hati­ce Kara. Dar­un­ter sind unter ande­rem der Neu­bau der Mari­tim-See­brü­cke, die Sanie­rung des Eis­sport- und Ten­nis­zen­trums, das Aus­bag­gern des Nien­dor­fer Hafens sowie der 2. Abschnitt des Buh­nen­baus vom Hafen zur See­schlöss­chen-See­brü­cke. Beson­de­re Auf­merk­sam­keit erreg­te das „Neu­jahrs­ge­schenk“ der Tim­men­dor­fer Ver­wal­tung an die Bür­ger: „Uns ist es gelun­gen, das knapp 6 Hekt­ar gro­ße Grund­stück hin­ter dem Sport­platz in Nien­dorf zu erwer­ben. Damit kön­nen wir das Neu­bau­ge­biet Her­mann-Krö­ger-Stra­ße wei­ter­ent­wi­ckeln.“ Mit die­sem neben dem Neu­bau­ge­biet Blu­men­kop­pel wei­te­ren Ein­zugs­ge­biet für jun­ge Fami­li­en sichert sich die Gemein­de Tim­men­dor­fer Strand ihre Zukunft als attrak­ti­ver Wohn­ort mit einer per­fek­ten Infra­struk­tur.

Auch in Ver­an­stal­tungs­be­reich gibt es posi­ti­ve Aus­bli­cke: Nach dem Fackel­fest (am 25. Janu­ar) freu­en sich die Ein­hei­mi­schen eben­so wie die Gäs­te auf das Beach Polo-Tur­nier, auf die Event- und Ver­kaufs­mes­se Gar­ten & Style im Kur­park, auf das Yoga-Fes­ti­val und vie­le wei­te­re Ange­bo­te. Und es wur­den auch noch mal die bei­den wohl wich­tigs­ten anste­hen­den Ter­mi­ne erwähnt: die Bür­ger­meis­ter­wahl am 22. April und die Kom­mu­nal­wahl am 6. Mai. Zum Abschluss wur­den bei der tra­di­tio­nel­len Ver­an­stal­tung wie­der jene Tim­men­dor­fer aus­ge­zeich­net, die sich in ihrem Dienst zuguns­ten der All­ge­mein­heit im Haupt- und Ehren­amt her­vor­ge­tan haben.

Auch in Schar­beutz war man zum Jah­res­be­ginn in guter Stim­mung. Rund 200 Gäs­te kamen in das Kur­park­haus, um von Bür­ger­meis­ter Vol­ker Owe­ri­en ein Res­u­mée des Jah­res 2017 sowie die Aus­bli­cke auf das Jahr 2018 zu erfah­ren. Bür­ger­vor­ste­her Peter Nel­le begrüß­te unter ande­rem Ver­tre­ter der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr, der Poli­zei, des Fische­rei­ver­eins und der Kir­chen sowie nam­haf­te Orts­po­li­ti­ker und die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Bet­ti­na Hage­dorn und Ingo Gäe­de­chens. „Wir sind eine tou­ris­ti­sche Gemein­de“, beton­te er in sei­ner Rede, „der Schwer­punkt unse­res Wir­kens und Schaf­fens gehört dem Wohl unse­rer Feri­en­gäs­te“. Aber auch die Ein­hei­mi­schen dür­fen sich auf eine weit­sich­ti­ge Pla­nung ihrer poli­ti­schen Ver­tre­ter und vor allem des Schar­beut­zer Bür­ger­meis­ters ver­las­sen. „Wir sind glück­li­cher­wei­se auch wei­ter­hin eine pro­spe­rie­ren­de Gemein­de, die auf­grund ihrer Ent­wick­lung der letz­ten Jah­re eine hohe Attrak­ti­vi­tät bei vie­len Fami­li­en, Kapi­tal­an­le­gern und Unter­neh­mern genießt“, erklär­te er und wies auf die hohe Nach­fra­ge nach Grund­stü­cken und Woh­nun­gen, vor allem nach „adäqua­tem Wohn­raum“ hin.

So soll nach den Neu­bau­ge­bie­ten am Fuchs­berg und in der Dev­kop­pel in Schar­beutz sowie am Wald­weg in Haff­krug nun auch das Neu­bau­ge­biet am Rusch­kamp in Pönitz erschlos­sen wer­den. Ver­ge­ben wer­den die Grund­stü­cke vor­wie­gend an Fami­li­en, die von außer­halb in die Gemein­de gezo­gen sind. „Der Zuzug von Neu­bür­gern, auch in unse­ren Dör­fern, bie­tet die Chan­ce einer Bele­bung der Dorf­ge­mein­schaf­ten, des Ver­eins­le­bens und ist auch für den Ein­zel­han­del und die Gas­tro­no­mie von Bedeu­tung.“ Bereits fer­tig­ge­stellt wur­den im Okto­ber 2017 die 34 Woh­nun­gen und Miet­rei­hen­häu­ser auf dem Gelän­de des alten Sport­plat­zes an der Luschen­dor­fer Stra­ße, zu denen auch sozi­al geför­der­te Woh­nun­gen gehö­ren. Geför­dert wer­den auch die ört­li­chen Kin­der­ta­ge­stät­ten sowie die Schu­len. In Pönitz wur­den die wesent­li­chen Arbei­ten zur Sanie­rungf der Groß­sport­hal­le abge­schlos­sen, eine Sanie­rung der Sani­tär­be­rei­che steht noch an. Die ange­streb­te Geneh­mi­gung für die Ein­rich­tung einer Ober­stu­fe liegt noch nicht vor: „Es fehlt die poli­ti­sche Ent­schei­dung.“ Für die Feri­en­gäs­te gibt es auch eini­ge Neu­ig­kei­ten: Gegen­über dem Yacht­club ist ein neu­er Skate­park ent­stan­den, und der Kur­saal, in dem auch der Neu­jahrs­emp­fang statt­fin­det, soll zu einer mul­ti­funk­tio­nal nutz­ba­ren Mari­tim-Kin­der­erleb­nis­welt umge­baut wer­den, eine Attrak­ti­on, die vom zustän­di­gen Minis­te­ri­um zu min­des­tens 50% geför­dert wird.

Im beschau­li­chen Orts­teil Kling­berg ging es beim Neu­jahrs­brunch weni­ger um Bau­maß­nah­men und Inves­ti­tio­nen als um ein ver­lo­cken­des Pro­gramm und ein nicht weni­ger ver­lo­cken­des Buf­fet aus den krea­ti­ven Kling­berger Hob­by­kü­chen. Ein­ge­la­den hat­ten die ört­li­che Volks­hoch­schu­le sowie der Kul­tur­ver­ein Klei­ne Wald­schän­ke e.V., ver­tre­ten durch die Vor­sit­zen­den Hel­ga Vocke und Peter Kap­pel, die von der klei­nen Büh­ne im Haus des Gas­tes auf einen beein­dru­ckend gefüll­ten Saal blick­ten. Der Aus­blick durch die hohe Fens­ter­front auf den son­ni­gen Sonn­tags-See mit Rei­hern, Enten und Gän­sen hob die Stim­mung eben­so wie die Aus­sich­ten auf ein neu­es, inter­es­san­tes Kul­tur­jahr. „Kling­berg ist ein beson­de­rer Ort“, beton­te Bür­ger­vor­ste­her Peter Nel­le, der selbst Kling­berger ist, in sei­ner Rede. „Die gewach­se­nen Struk­tu­ren in Bezug auf Kul­tur und das gesell­schaft­li­che Bei­sam­me­sein wer­den beson­ders gepflegt.“

Das ist nicht zuletzt den bei­den Ver­ei­nen zu dan­ken, die auch in die­sem Jahr wie­der mit etli­chen inter­es­san­ten Kur­sen auf­war­ten - vom Spra­chen-Ler­nen bis zu Yoga und Pila­tes, Kin­der­psy­cho­lo­gie und Fle­der­maus­wan­de­run­gen ist bei der VHS Kling­berg alles dabei. In der idyl­li­schen „Klei­nen Wald­schän­ke“ fin­den regel­mä­ßig die „Klönschnack“-Tage statt, zu denen jeder, der dabei sein möch­te, ein­ge­la­den ist; außer­dem trifft sich die Schach­grup­pe jeweils 14-tägig immer don­ners­tags um 18.00 Uhr (Anmel­dung: 04524-70 68 40), und im März gibt es wie­der den belieb­ten Oster­ba­sar mit vie­len außer­ge­wöhn­li­chen Deko­ra­tio­nen und der beson­de­ren fami­liä­ren Stim­mung, die auch den Neu­jahrs­brunch so unver­wech­sel­bar macht. Abso­lu­tes High­light war auch dies­mal wie­der das köst­li­che Buf­fet: hier muss­te man schon mal gedul­dig in der „Schlan­ge“ war­ten, bis man ein paar der haus­ge­mach­ten Spe­zia­li­tä­ten ergat­tern konn­te. Für den musi­ka­li­schen Part sorg­te dies­mal die Kla­vier­schü­le­rin Lia­na mit ent­spann­ten Pré­ludes in ange­neh­mer Atmo­sphä­re. - Das VHS Pro­gramm fin­den Sie kos­ten­los in zahl­rei­chen Geschäf­ten, eben­so die Pro­gramm der Klei­nen Wald­schän­ke e.V.

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