Landunter zum Auftakt: das Jahr 2019 startet mit Hochwasser, Regen und Sturm

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Hochwasser rund um die bunten Fischerbuden. Dorsch und Butt blieben diesmal unter Wasser. © Susanne Dittmann
Hochwasser rund um die bunten Fischerbuden. Dorsch und Butt blieben diesmal unter Wasser. © Susanne Dittmann

Frisch und fröh­lich war der Start ins neue Jahr. Kein Regen, ange­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren und gut besuch­te Par­tys am Strand. „Das fängt doch gut an“, freu­ten sich die Leu­te an der Küs­te. Aber dann kam Zeet­je. Mit orkan­ar­ti­gen Böen und Wind­ge­schwin­dig­kei­ten zwi­schen bis zu 95 km/h ras­te das Sturm­tief über die Ost­see­küs­te, sorg­te für Extrem-Wel­len und für Über­schwem­mun­gen, die in eini­gen Gemein­den schwe­re Schä­den hin­ter­lie­ßen. „Land­un­ter“ mel­de­te man in Lübeck, in Tra­ve­mün­de, Tim­men­dor­fer Strand und Nien­dorf, nicht zuletzt in Neu­stadt und im stark betrof­fe­nen Hei­li­gen­ha­fen, wo vor allem die Bewoh­ner des Gras­war­der vor den Trüm­mern ihrer strand­na­hen Vor­gär­ten ste­hen.

Sturm­ge­heul, rau­schen­de Wel­len und kein Strom: auf Feh­marn und in Hei­li­gen­ha­fen blie­ben Dut­zen­de Haus­hal­te meh­re­re Stun­den lang im Dunk­len. In Neu­stadt waren Feu­er­wehr THW, DRK und Poli­zei im Dau­er­ein­satz. Bür­ger­meis­ter Mir­ko Spie­ker­mann gab am Mitt­woch­vor­mit­tag einen Was­ser­stand von 6,62 m bekannt. Das ent­spricht 1,61 Meter über Nor­mal. Auch in Tim­men­dor­fer Strand und vor allem im Nien­dor­fer Hafen gab es erheb­li­che Über­flu­tun­gen. Um 16.00 Uhr lag der Pegel laut Bau­hof-Lei­ter Rüdi­ger Helm bei 6,80 m und damit 1.80 m über Nor­mal. „Das ist ja schlim­mer als das Hoch­was­ser 2017“ mein­ten die Anwoh­ner erschro­cken, wäh­rend sich rund­um etli­che Tou­ris­ten sam­mel­ten, um das Hoch­was­ser mit dem Han­dy zu foto­gra­fie­ren. Ein Glück für alle betrof­fe­nen Orte: der Hoch­was­ser­schutz hält. Die mit erheb­li­chen Inves­ti­tio­nen erbau­ten Schutz­wäl­le und ande­re Maß­nah­men haben sich bewährt. Nach dem Sturm zeigt sich: die Schä­den sind repa­ra­bel. Ab Don­ners­tag wur­de auf­ge­räumt, und jetzt sieht schon wie­der alles ganz manier­lich aus. Nur auf der Ost­see könn­te die Sturm­flut ein Nach­spiel haben. Sie kam näm­lich sehr ungüns­tig direkt nach den Sil­ves­terb­öl­lern und zog den ver­blie­be­nen Müll mit ins Meer.

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