Rhapsodie in Raps: Ostholsteins Gold-Felder

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„Fields of Gold“ rund um die Ostsee: Romantisch nicht nur für Radtouren (Foto: Bernd Schmidt)

Wer sich jetzt aus der Stadt auf den Weg an die Ost­see macht, dem leuch­ten sie über­all ent­ge­gen: Gol­de­ne Fel­der im Son­nen­schein strah­len unter blau­em Him­mel und ver­brei­ten Urlaubs­lau­ne. Die Zeit der Raps­blü­te lockt Natur­freun­de auf Wan­der- und Rad­we­ge, und bei uns an der Küs­te gibt es die schöns­ten Tou­ren.

Zum Bei­spiel rund um den Hem­mels­dor­fer See. Hier radeln Sie auf siche­rem Rad­weg durch wun­der­schö­ne Alle­en und leuch­ten­de Raps­fel­der. Und es gibt auch immer ein attrak­ti­ves Ziel für Rad­ler­pau­sen. Zum Bei­spiel den Steak­hof in Warns­dorf mit lecke­ren Steaks und Bei­la­gen vom Salat- und Gemü­se-Buf­fet. Oder das Café Tau­send­schön, wo Sie in gemüt­lich-länd­li­chem Ambi­en­te auf der Ter­ras­se im Strand­korb sit­zen und sich den leckers­ten Kuchen schme­cken las­sen. Nur ein paar Meter wei­ter erwar­tet Sie „Erd­bär“ Karl­chen, ein süßes Mas­kott­chen und Spiel­ka­me­rad für die Kin­der, in Karls Erleb­nis­dorf. Auch hier gibt es gemüt­li­che Plät­ze für die Kaf­fee­pau­se und dazu ein Kin­der­pa­ra­dies vol­ler Spie­le, von der Trak­tor­bahn bis zum Klet­ter­turm. Klei­ne Pau­sen in freund­li­chen Hof­ca­fés oder klei­nen Gast­hö­fen sind immer mög­lich auf den Tou­ren durch Ost­hol­stein. Mit­ten in den gol­de­nen Raps­fel­dern sind so eini­ge Refu­gi­en, die es zu ent­de­cken gilt - so zum Bei­spiel auch hoch auf dem Brod­te­ner Steil­ufer: Hier bie­tet das Aus­flugs­lo­kal Her­manns­hö­he ein wei­te­res Spie­le­pa­ra­dies für Kids und beim Kaf­fee­trin­ken einen wun­der­schö­nen Aus­blick über die gesam­te Küs­te bis nach Meck­len­burg.

Wer sich lie­ber mit einem Vor-Rad­ler auf den Weg machen möch­te, der soll­te sich Peter Nel­le anschlie­ßen. Seit vie­len Jah­ren lei­tet der eben­so pas­sio­nier­te wie orts­kun­di­ge Schar­beut­zer Bür­ger­vor­ste­her Rad­ler-Grup­pen durch Ost­hol­steins schö­ne Land­schaft. Am 1. Mai fand die Sai­son-Eröff­nungs­tour nach Eutin statt; seit dem 3. Mai gibt es jeden Mitt­woch eine geführ­te Tour mit Gäs­ten und Ein­hei­mi­schen. Dabei ste­hen Tou­ren zum Ken­nen­ler­nen der Urlaubs­re­gi­on Schar­beutz, der Pönit­zer Seen­plat­te, der Küs­ten­re­gi­on und der schö­nen Dör­fer, Kir­chen, Wäl­der und Fel­der der Hol­stei­ni­schen Schweiz auf dem Pro­gramm. Nähe­res fin­den Sie auf der Inter­net­sei­te Tou­ris­mus Schar­beutz sowie unter www.Radwege-Ostholstein.de

Der Raps ist für Schles­wig-Hol­stein übri­gens weit­aus mehr als eine Tou­ris­ten­at­trak­ti­on. Auf rund 100.000 Hekt­ar wird der Win­ter­raps ange­baut; der Ertrag nach der Ern­te Anfang Juli betrug im ver­gan­ge­nen Jahr 462.400 Ton­nen. Damit wur­de ein sehr hoher Ern­te­er­trag erzielt; nur vor sechs Jah­ren lag er höher.
Durch den Anbau von Raps wird in ers­ter Linie die Gewin­nung von Öl ange­strebt. Die Pflan­ze ent­hält näm­lich einen hohen Anteil an ernäh­rungs- und füt­te­rungs­phy­sio­lo­gisch wert­vol­len Ölsäu­ren und einen gerin­gen Glu­co­se­ge­halt. Der Ölge­halt beein­flusst den Markt­preis beim Ver­kauf an Ölmüh­len in Ham­burg oder am Nord-Ost­see-Kanal in Kiel. Das Öl wird als Spei­se­öl ver­mark­tet oder für Die­sel­mo­to­ren genutzt.

Raps ist eben ein Alles­kön­ner und so schön, dass wir ihn jetzt bewun­dern soll­ten.

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