Trauerfeier für die Kunst: Galerie Anja Es verlässt die Trinkkurhalle

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Die "Predigt zur Kunst" war in Timmendorf schon Kult. Jetzt wird die Galeristin Anja Es von der Gemeinde und ihrer Ausstellung in der Trinkkurhalle Abschied nehmen.

Fast neun Jah­re lang hat sie mit Aus­stel­lun­gen, Ver­nis­sa­gen, Per­for­man­ces und musi­ka­li­schen Lesun­gen in der Trink­kur­hal­le für Furo­re gesorgt. Jetzt soll damit Schluss sein. Mit einer letz­ten Per­for­mance ver­lässt die Künst­le­rin und Gale­ris­tin Anja Es Tim­men­dor­fer Strand. Wer dabei sein möch­te ist herz­lich ein­ge­la­den: am Sams­tag, den 1. Febru­ar, gibt’s ab 14.00 Uhr eine Trau­er­fei­er für die Kunst.

Ein Ver­lust für alle Kunst­freun­de“, kla­gen die vie­len Fans und Bewun­de­rer der Gale­rie, die sich bunt, viel­sei­tig und attrak­tiv direkt an der Strand­pro­me­na­de prä­sen­tiert hat. Mit den deko­ra­ti­ven Borow­ski-Figu­ren, die den denk­mal­ge­schüt­zen Glas­pa­vil­lon so schön leuch­ten lie­ßen, den ori­gi­nel­len Por­träts der „Schlam­pen“ aus den Pari­ser Vari­tés der 20er Jah­re und zahl­rei­chen Aus­stel­lun­gen hoch­ka­rä­ti­ger Künst­ler hat Anja Es der Trink­kur­hal­le ein ganz neu­es Image ver­lie­hen. Dass sie nun gehen soll, hat die Tim­men­dor­fer Gemein­de­ver­wal­tung ent­schie­den. Die Gale­ris­tin und Künst­le­rin trägt es mit Fas­sung. „Das Künst­ler­le­ben geht wei­ter, und vie­le mei­ner Fans gehen ja mit“, sagt sie und meint damit ihre neue Gale­rie in der Alten Vog­tei Tra­ve­mün­de, die schon im Febru­ar eröff­net wird.

Bevor sie zu neu­en Taten schrei­tet, soll es in der Trink­kur­hal­le eine ange­mes­se­ne Ver­ab­schie­dung geben. „Ich bin trau­rig, die Besu­cher sind trau­rig, die Künst­ler sind trau­rig - also machen wir eine Trau­er­fei­er“, sagt sie, „so rich­tig pathe­tisch, kunst­voll, mit allem Drum und Dran.“ - Es dürf­te voll wer­den in der gro­ßen Rotun­de der Trink­kur­hal­le. Die Gäs­te erwar­tet ein vol­les Pro­gramm, bei dem die Kunst stil­voll zu Gra­be getra­gen wird. Dazu singt ein Chor, und natür­lich wird eine „Grab­re­de“ gehal­ten; es gibt eine Kranz­nie­der­le­gung und einen Fackel­lauf rund um die Trink­kur­hal­le.

Und schließ­lich gibt es noch eine „Pre­digt zur Kunst“, mit Witz und Iro­nie, wie man es von Anja Es gewohnt ist, dazu klei­ne Lecke­rei­en, schwar­zen Kaf­fee und schwar­zen Humor. Also: am 1. Febru­ar ab 14.00 Uhr erle­ben Sie ein rund­um schrä­ges, kunst­vol­les Fest, ganz im Stil der Anja Es, die vie­le ihrer Tim­men­dor­fer Fans ver­mis­sen wer­den.

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