Fischereihof in Hemmelsdorf: Ein Leuchtturmprojekt gewinnt an Form

3
1811
Präsentation des Hemmelsdorfer Fischereihofs: Architekt Marc Schoeffel, Tourismusdirektor Joachim Nitz, Hauptamtsleiter Martin Scheel (von links). Foto: AB

Grü­ne Flä­chen und ein Wan­der­weg ums Ufer, gemüt­li­che Fischer­boo­te… und die Son­ne glit­zert im See. Urlaubs­stim­mung in Hem­mels­dorf, die dem­nächst noch kräf­tig geför­dert wer­den soll: Im Bereich von „Schierbaum’s Aal­ka­te“ ent­steht das Leucht­turm­pro­jekt „Fische­rei­hof“. Mit einem Kos­ten­auf­wand von 2,6 Mio Euro will die Gemein­de Tim­men­dor­fer Strand das tou­ris­ti­sche Pro­jekt mit Steg­an­la­gen, Auf­ent­halts­be­rei­chen und einem Restau­rant im Bereich der heu­ti­gen „Schierbaum’s Aal­ka­te“ bau­en. Unter­stützt wird das Vor­ha­ben von der Aktiv­re­gi­on Inne­re Lübe­cker Bucht mit För­der­gel­dern in Höhe von 750.000 Euro. Jetzt lie­gen die Ent­wurfs­plä­ne vor, prä­sen­tiert von Tou­ris­mus­di­rek­tor Joa­chim Nitz, Haupt­amts­lei­ter Mar­tin Scheel und dem Archi­tek­ten Marc Schoef­fel.

Der Fische­rei­hof soll ein Zen­trum und Treff­punkt laut um die Fische­rei wer­den“, lau­tet der Kern des Kon­zepts, das sich im Juni 2012 bei einer Prä­sen­ta­ti­on künf­ti­ger „Leucht­turm­pro­jek­te“ aus 21 Aktiv­re­gio­nen als bes­tes durch­ge­setzt hat. Die Plä­ne ver­spre­chen eine äußerst attrak­ti­ve Gestal­tung: Der Tim­men­dor­fer Archi­tekt Marc Schöf­fel hat für den gewerb­li­chen Teil (mit Restau­rant) ein Gebäu­de­en­sem­ble mit vier teils reet­ge­deck­ten Häu­sern ent­wor­fen. Den opti­schen Höhe­punkt stellt dabei ein auf dem Was­ser auf­ge­stän­der­tes Fisch­re­stau­rant dar: plat­ziert auf einer 350 qm gro­ßen Platt­form (über 1 NN), bie­tet es eine Grund­flä­che von 150 qm auf zwei Ebe­nen. Dazu kom­men ein 50 qm gro­ßer Bal­kon sowie eine 75 qm gro­ße Ter­ras­se. Ins­ge­samt sol­len etwa 1.000 Sitz­plät­ze zur Ver­fü­gung ste­hen. Der Steg um das Restau­rant soll als Fische­rei-Lehr­pfad den Gäs­ten und Besu­chern Wis­sens­wer­tes und Inter­es­san­tes ver­mit­teln. Für das Restau­rant und die glä­ser­ne Räu­che­rei, für den Ver­kaufs­be­reich mit Außen­ter­ras­se und die Fahr­rad­sta­ti­on sucht die Gemein­de nun einen enga­gier­ten Betrei­ber. Gleich­zei­tig soll in einem der Gebäu­de eine Betriebs­woh­nung mit ver­pach­tet wer­den. Archi­tekt Marc Schöf­fel zum aktu­el­len Bau­vor­ha­ben, das im Okto­ber 2013 mit dem 2. Bau­ab­schnitt star­ten soll: „Wir möch­ten ein his­to­ri­sches Gebäu­de­en­sem­ble mit teils reet­ge­deck­ten Häu­sern schaf­fen. Das Haupt­ge­bäu­de, die Fisch­ka­te mit Reet­dach­haus, bleibt erhal­ten und wird saniert. Auch der his­to­ri­sche Alto­na­er Räu­cher­ofen wird in die neue Pla­nung ein­be­zo­gen.“

Die heu­ti­gen Päch­ter sind bereits seit 100 Jah­ren am Hem­mels­dor­fer See. „Mit ihnen, der Fami­lie Schier­baum, haben wir zum 30.9. einen Auf­he­bungs­ver­trag geschlos­sen“, erklärt Haupt­amts­lei­ter Mar­tin Scheel. „Laut Ver­trag müs­sen sie die Gebäu­de, die für das Bau­vor­ha­ben nicht benö­tigt wer­den, sel­ber abrei­ßen las­sen.“ Hen­ning Schier­baum und sei­ne Fami­lie zei­gen gro­ßes Inter­es­se an dem neu­en Pro­jekt, das bis zum Som­mer 2014 fer­tig­ge­stellt sein soll, und die „alten“ Päch­ter wer­den sich auch (mit vie­len ande­ren) als neue Päch­ter bewer­ben. Wer eben­falls Inter­es­se zeigt, kann sich unter www.timmendorfer-strand.de/service/ausschreibungen bis zum 15. August an der öffent­li­chen Aus­schrei­bung betei­li­gen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie bei Tou­ris­mus­chef Joa­chim Nitz unter 04503-357780.

3 KOMMENTARE

  1. Bit­te sagen Sie, dass das ein Scherz ist!! Es ist ein­fach unglaub­lich wie die Gemein­de Tim­men­dorf den Hem­mels­dor­fer See ver­kon­su­miert!! Es kann doch nicht sein ein Restau­rant zu bau­en, für 1000 Gäs­te aus­ge­legt. Es reicht doch eigent­lich schon den Ufer­weg gebaut zu haben, somit wird einer der idyl­li­schen Plät­ze ver­nich­tet. Es gibt auch Urlau­ber, die gera­de wegen der Ruhe nach Hem­mels­dorf kom­men!! Dar­an soll­te auch mal gedacht wer­den. Ein­fach nur schreck­lich, das Geld könn­te für ande­re Pro­jek­te ver­wandt wer­den, die maro­den Stras­sen sanie­ren, Kin­der­be­treu­ung, etc. Ein­fach nur schreck­lich, hof­fent­lich wird dar­aus nichts, dann kann ich auch nach Spa­ni­en flie­gen, da habe ich wenigs­tens die Garan­tie auf schö­nes Wet­ter. Ein­fach nur trau­rig!!

    • Du sprichst mir aus dem Her­zen. Eine klei­ne Idyl­le geht, der Pro­fit durch den Tou­ris­ten (1.000 Gäs­te!) steht mal wie­der im Vor­der­grund. Sehr scha­de, wir sind immer auf dem Weg
      zur Ost­see oder auf dem Rück­weg dort ein­ge­kehrt, weil es so beschau­lich ist/war (?).

  2. Wir woll­ten eigent­lich in die­sem Jahr wie­der unse­ren Geburts­tags­aus­flug nach Hem­mels­dorf star­ten. Unse­re Gäs­te sind immer begeis­tert. Wir kom­men auch oft mit aus­wär­ti­gem Besuch. Der Hem­mels­dor­fer See ist eine Oase und wir ken­nen die Räu­che­rei seit Jah­ren, auch schon als alles am Anfang noch viel ein­fa­cher und klei­ner war.. Ein Klein­od geht ver­lo­ren. Wir sind ganz trau­rig dar­über,

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here