Kunst mit besonderem Hintergrund

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1946
Die Kuratorinnen Anke Kessenich (2.v.l.) und Katja Watermann (r.) mit den ausstellenden Künstlerinnen Susanne Maining (l.) und Manuela Ranke

Künst­ler, die ihre Gedan­ken mit beson­de­rer Inten­si­tät auf die Lein­wand brin­gen, die berüh­ren, zum Nach­den­ken anre­gen - man fin­det sie nicht über­all. Für eine Über­ra­schung sorgt die Aus­stel­lung zum Ame­os-Kunst­preis: Es sind fas­zi­nie­ren­de Arbei­ten von Pati­en­ten der Aemos-Ein­rich­tun­gen, die hier vor­ge­stellt wer­den.

Dass psy­chisch Kran­ke und Behin­der­te Kunst­wer­ke schaf­fen kön­nen, die eine unge­heu­re Inten­si­tät ent­fal­ten, ist mitt­ler­wei­le nicht mehr nur einem klei­nen Kreis bekannt. Wie tief die­se Kunst dem „nor­ma­len“ Betrach­ter unter die Haut gehen kann, davon kann man sich der­zeit im Hans Ralfs Haus in der Neu­städ­ter Ame­os-Kli­nik über­zeu­gen. Anlass der Aus­stel­lung ist der Ame­os-Kunst­preis, der seit 2008 in die­sem Jahr zum vier­ten Mal ver­ge­ben wird. 70 Bil­der von 70 Bewer­bern, alle­samt Pati­en­ten von Ame­os-Ein­rich­tun­gen, wer­den hier der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Anke Kes­se­nich, Lei­te­rin des Hans Ralfs Hau­ses, und Kat­ja Water­mann vom Haus für Kunst und Kul­tur in Osna­brück tra­fen bereits eine Vor­auswahl aus 183 Bewer­bun­gen.

__Für die musikalische Einstimmung sorgen Gunter Klengel und Eberhard Jänisch-SauerlandAuch die Besucher sind aufgefordert, ihr Votum für den Publikumspreis abzugeben

Der Andrang bei der Ver­nis­sa­ge am 15. Okto­ber war enorm. Aus gutem Grund: das künst­le­ri­sche Niveau, die Viel­falt der Tech­ni­ken und Moti­ve sind beein­dru­ckend. Der Satz: „Der Wert von Kunst mani­fes­tiert sich jen­seits von Behin­de­rung (…)“ war eine der mar­kan­tes­ten Stel­len aus der Begrü­ßungs­re­de von Ame­os-Chef Micha­el Dieck­mann, der damit die Essenz der hete­ro­ge­nen Werk­schau tref­fend cha­rak­te­ri­sier­te. Höhe­punkt der Aus­stel­lung ist die Bekannt­ga­be der Preis­trä­ger, die am 3. Dezem­ber um 19.00 Uhr statt­fin­den wird. Die Ent­schei­dung trifft eine fünf­köp­fi­ge Jury, deren Mit­glie­der renom­mier­te Künst­ler sind, dar­un­ter der Lei­ter der Lübe­cker Kunst­hal­le St. Annen, Dr. Thors­ten Rodieck, der Vor­sit­zen­de des West­deut­schen Künst­ler­ver­eins Ekke­hard Neu­mann und der Schau­spie­ler, Regis­seur und Bild­hau­er Elmar Geh­len. Auch die Besu­cher kön­nen ihr Votum für einen Publi­kums­preis abge­ben.
Die Aus­stel­lung ist bis zum 11. Dezem­ber zu sehen; anschlie­ßend gehen 25 aus­ge­wähl­te Arbei­ten auf eine Wan­der­aus­stel­lung.

GG

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